Kläranlage Elkeringhausen

Hauptauslegungsdaten

Kläranlage Elkeringhausen01 Kläranlage Elkeringhausen02

Hauptauslegungsdaten der Kläranlage Elkeringhausen

Anschlusswert 9.300 EW
Belastung 558 kg BSB5/d
Trockenwetterzufluss 200 m³/h
Mischwasserzufluss 475 m³/h
Höchstwasserzufluss 262 m³/h, 146 l/s
Rechenanlage 1 Stufenrechen, Gerinnebreite bg = 1,00 m, Spaltweite e = 5 mm
Denitrifikation V = 900 m³; Da = 3,22 m; t = 4,28 m
Nitri 1 V = 2.220 m³; Da = 2,77 m; t = 4,28 m
Nitri 2 V = 540 m³; Da = 3,60 m; t = 3,90 m
Nitri 3 V = 540 m³; Da = 3,60 m; t = 3,90 m
Stabilisator 1 V = 105 m³
Stabilisator 2 V = 115 m³
Eindicker V = 30 m³
Schlammstapelbehälter V = 100 m³
Nachklärbecken V = 2.299 m³; Da = 29,00 m; t = 3,90 m
Ablaufmessung Endress + Hauser FMU 90 (Ultraschallmessung)
Schlammpumpwerk 1 Überschussschlammpumpwerk 25 m³/h; 1 Rücklaufschlammpumpe (Flygt) 121 l/s
Minidrain Siebeindickung mit Polymere
1 Rundsandfang  

 Funktionsbeschreibung

Das Abwasserwerk der Stadtwerke Winterberg AöR betreibt in Winterberg - Elkeringhausen an der "Orke" eine mechanisch-biologische Kläranlage. Das im freien zufließende Abwasser durchfließt zunächst die mechanische Vorklärung aus Rechen und Rundsandfang und gelangt dann über ein Venturigerinne in das vorgeschaltete Kombibecken mit separaten Denitrifikations- und Nitrifikations- Zonen. Zunächst gelangt es in den äußeren Denitrifikations- Ring. Von dort strömt das Abwasser in das innenliegende Nitrifikationsbecken 1. Anschließend fließt es über eine Leitung DN 800 zunächst in das Nitrifikationsbecken 2 und danach in das 3. Nitrifikationsbecken. In beiden Becken erfolgt der Lufteintrag mit Gummimembranbelüftern.

Dann fließt das Abwasser in das horizontal durchflossene Nachklärbecken, in dem sich die Schlammflocken am Boden absetzen und das gereinigte Abwasser über eine innenliegende Zackenrinne und eine Dükerleitung in den Vorfluter gelangt. Zwischen dem dritten Nitrifikationsbecken und dem Denitrifikationsbecken findet eine Rezirkulation des Abwassers statt.

Der abgesetzte Schlamm fließt über eine Dükerleitung in den Rücklaufschlammschacht, von wo aus er entweder zurück in das separate Denitrifikationsbecken oder als Überschussschlamm in die aerobe Nachstabilisierung gepumpt wird. Nach der aeroben Nachstabilisierung wird der Überschussschlamm zu einer Minidrain gepumpt und dort mit Polymere auf 6% voreingedickt. Der Schlamm wird im Schlammsilo zwischengestapelt und ca. einmal wöchentlich per Tankwagen zur maschinellen Entwässerung zur Kläranlage Züschen transportiert.

Mechanische Vorreinigung

Die mechanische Abwasserreinigung erfolgt auf der Kläranlage Elkeringhsuen derzeit durch einen Feinrechen und einen Rundsandfang. Zur mechanischen Feinreinigung (Abscheidung von Feststoffen, Kunststoff, Fäkalien usw.) ist im Zulaufkanal ein Stufenrechen des Herstellers MEURER mit einer Stabweite von 5 mm installiert. Direkt hinter dem Rechen ist eine Schneckenpresse eingebaut. Daran anschließend befindet sich eine geschlossene Edelstahlleitung mit einer Pressschnecke. Dort wird das Rechengut auf einen Trockensubstanzgehalt von 30 - 50 % entwässert. Das komprimierte Rechengut wird in verrottbare Kunststoff-Endlossäcke und einen fahrbahren 1,1 m³ Container ausgetragen.

In dem belüfteten Rundsandfang mit einem Durchmesser von 4.000 mm werden die feinen mineralischen Feststoffe zurückgehalten. Die abgesetzten Partikel werden mit einer Mammutpumpe in einen Absetztrichter gefördert.

Durch die relativ lange Aufenthaltszeit im belüfteten Rundsandfang findet eine gute Trennung der organischen von den anorganischen Inhaltsstoffen statt. Der anorganische Teil wird in einen Absetztrichter per Mammutheber gepumpt. Dort wird je nach Sandanfall von Zeit zu Zeit manuell die Trichterspitze geöffnet. Über eine "Entwässerungs" -transportschnecke gelangt der Sand anschließend in einen bereitgestellten Container.

Biologie

Die Kläranlage Elkeringhausen wird zur gezielten Stickstoffeliminierung als Belebungsanlage mit Nitrifikation und vorgeschalteter Denitrifikation betrieben.

Das runde Nachklärbecken weist die Besonderheit auf, dass es von aussen nach innen durchflossen wird. Das Wasser fließt dabei über eine Überfallkante dem Nachklärbecken zu. Dort sind zwei "tauchwandähnliche", jedoch auf rund 5 m begrenzte strömungsgünstig ausgeformte Auslässe, die jeweils an den beiden Abläufen des geteilten zweiten Nitrifikationsbeckens montiert werden. Im Trockenwetterfall ist lediglich der zweite Auslaß geöffnet.